Grüße aus Rom
Liebe Freunde der Fransalianer,
mit großer Freude und Dankbakeit möchte ich jeden von euch grüßen und mit euch wieder einige Nachrichten aus Rom wie auch aus unseren Missionen im Tschad und in Kamerun teilen. Hier in Rom wird das außerordentliche Heilige Jahr als Jahr der Barmherzigkeit mit großem Eifer und tiefer Frömmigkeit gefeiert. Zehntausende von Pilgern aus aller Welt strömen durch die Heilige Pforte im Petersdom und in den Hauptkirchen von Rom. Die Botschaft des Heiligen Jahres ist Barmherzigkeit und Mitgefühl. Gott ist unser Vater, der seine Kinder liebt, der für sie sorgt und der ihre Fehler und Schwächen vergibt. Er ist ihnen gegenüber barmherzig und mitfühlend. Als Gottes Kinder sind auch wir berufen, uns gegenseitig Mitgefühl und Barmherzigkeit zu erweisen, besonders den Armen und denen, die Ungerechtigkeit und Unterdrückung erleiden.
Schülerpatenschaft
Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass das Missionsbüro in Rom eine große Anzahl benachteiligter Kinder in Indien sowie in einigen der ärmsten Länder Afrikas erreichen konnte. Dies wurde möglich durch die regelmäßigen Beiträge, die wir von Gönnern und Gleichgesinnten aus verschiedenen Ländern Europas erhalten. Ich bin dem Freundeskreis Kahlgrund/Aschaffenburg besonders dankbar für die aufrichtigen und großzügigen Bemühungen, Freunde und Wohltäter für diese noble Sache zu finden.
Mit großer Zufriedenheit können wir feststellen, dass wir durch die gemeinsamen Anstrengungen von Amisales in Rom und Agape Afrika in Deutschland über dreihundert benachteiligte Kinder erreichen konnten. Die Kinder, die von diesem Projekt profitieren, kommen hauptsächlich aus Indien (114), aus dem Tschad (31), aus Kamerun (44), aus Tansania (17), aus Kenia (5), aus Uganda (31), aus Mosambique (10), aus Sambia (18), aus Südafrika (26) und aus Namibia (5). Die Anzahl der Kinder, die unsere Hilfe suchen, nimmt ständig zu. Wir sind weit hinter dem ursprünglichen Ziel zurück geblieben, Sponsoren für 1000 Kinder zu finden. Ich hoffe und bete wirklich, dass wir früher oder später an unserem Ziel ankommen, das wir uns vorgenommen haben.
Trinkwasserprojekte: 7 weitere Brunnen wurden fertiggestellt.
Das laufende Projekt, sauberes und sicheres Trinkwasser im Tschad und in Kamerun zur Verfügung zu stellen, ist wirklich ein großer Erfolg für Hunderte von Menschen in diesen sehr armen Gegenden. Während der letzten sechs Monate konnten die Fransalianer im Tschad und in Kamerun zusammen mit der begeisterten Unterstützung der Einheimischen sieben weitere Brunnen fertigstellen und so eine bessere Zukunft für viele Dörfer sicherstellen. Drei von ihnen sind gebohrte Brunnen mit einer Handpumpe, die eine Tiefe von ungefähr 30 m haben. Diese Brunnen befinden sich in den Dörfern Bessama, Ndounambo und Mekagte in der Doba-Mission im Tschad. Die vier fertiggestellten offenen Brunnen sind in den Dörfern Bela und Bero in der Bela-Mission im Tschad. Insgesamt wurden 17 Brunnen unter dem Trinkwasserprojekt im Tschad und in Kamerun fertig gestellt. Mit eurer fortgesetzten Hilfe hoffen wir, unser Ziel zu erreichen, 100 Brunnen in diesen Gegenden in den nächsten paar Jahren zur Verfügung stellen zu können. Ein tief empfundenes Dankeschön allen, die dieses Projekt großzügig unterstützt haben.



Die Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundere in Nordkamerun
Die Franz-von-Sales-Schule in Djalingo Mabanga in den Außenbezirken von Ngaoundere ist wirklich ein Projekt von großer Wichtigkeit für die ganze Tschad- und Kamerunmission. Das Stadtgebiet von Ngaoundere liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Yaounde und Dobe und verbindet so die beiden Fransalianer-Missionszentren, die etwa 1200 km voneinander entfernt sind. Am 28. Februar 2015 wurde das Projekt mit den ersten Klassen von 120 Kindern begonnen. Wir erwarten, dass sich die Zahl im kommenden Jahr auf 200 erhöhen wird. Da dies ein weiterführendes Projekt ist, braucht es in den kommenden Jahren beständige Unterstützung. Für das nächste Jahr sind fünf weitere Klassenzimmer geplant. Ein Spielplatz und ein Toilettentrakt sind dringend notwendig. Wir sind allen Freunden und Wohlgesonnenen für ihre solide und permanente Unterstützung zutiefst dankbar.
Besonders danken wir der katholischen Pfarrgemeinde Frieden Christi im Olympischen Dorf in München-Moosach für ihre großzügige Unterstützung dieses Projekts. Wir danken dem Pfarrgemeinderat und den Pfarrangehörigen, dass sie dieses Projekt als ihr „Patenprojekt“ angenommen haben im wahren Geist der Solidarität und der Partnerschaft mit den Ärmsten der Armen. Wir danken auch Pater Jose Kannanaikal, der die Initiative übernommen hatte, dieses Projekt in der Pfarrei vorzustellen.

Geplante Projekte
Die Fransalianer im Tschad und in Kamerun haben eine Anzahl von Bildungs- und Entwicklungsprojekte für die kommenden Jahre geplant. Hier ist eine Auswahl davon:
- eine Fransalianerschule in Doba, im Tschad
- ein Internat in Doba, im Tschad
- ein Internat in Ngaoundere, in Nordkamerun
- eine Fransalianer-Schule in Ekoumdoum in der Nähe von Yaounde, in Zentralkamerun
- ein Bildungshaus für die Ausbildung und praktische Formung von Laien-Verantwortlichen in Ngoya in Obala, in Zentralkamerun
- eine Fransalianer-Schule in Buea, in Südwestkamerun.
Wir freuen uns auf eure großzügigen Beiträge und eure Unterstützung für unsere Projekte, die wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen haben.
Möge der barmherzige Gott jeden von uns zu einem Werkzeug der Barmherzigkeit und des Mitgefühls machen in einer Welt, die durch viele Kriege und Konflikte zerrissen ist. Ich wünsche jedem einzelnen und euch allen die Freude und den Frieden Christi, der Mensch wurde, um uns Gottes barmherziges und mitfühlendes Angesicht zu zeigen.
P. Thomas Cherukat, MSFS
Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun
Liebe Freunde der Fransalianer,
brüderliche, liebevolle Grüße und gute Wünsche von den Missionaren des hl. Franz von Sales, die in der Tschad-Kamerun-Mission arbeiten! Ich freue mich, euch einige der jüngsten Entwicklungen und Ereignisse in unserer Mission mitteilen zu können. Die Fransalianer im Tschad und in Kamerun tragen nun die Verantwortung für 8 größere Missionsstationen und ein Seminar. 12 Priester arbeiten hier, neun sind Inder und drei sind Kameruner. Zur Zeit hat die Mission 43 Studenten. 21 davon studieren bereits Philosophie und Theologie, 6 sind Novizen, 6 sind Vor-Novizen und 10 sind Postulanten. Einige von ihnen sind in Kamerun, andere in Tansania.
In der Tat wächst die Mission schnell, und der Prozess ihrer Stabilisierung ist fast erreicht. Wir danken Gott für die Anstrengung, den Mut und den Optimismus, mit denen die jungen Fransalianer diese Mission inmitten großer Schwierigkeiten und angesichts einer ungewissen Zukunft aufgebaut haben. Wir erkennen dankbar die Unterstützung und die Ermutigung an, die wir von unseren Freunden und Wohltätern genau dann bekommen haben, wenn es am schwierigsten war.
Ein Kindergarten in Bero im Tschad
18 Jahre sind vergangen, seit die erste Gruppe von Fransalianern den Tschad betreten hat. Der Tschad ist reich an Bodenschätzen, aber er ist eines der politisch unruhigen und ausgebeuteten Länder. Deshalb ist er als eines der ärmsten Länder der Erde gebrandmarkt. Angesichts dieser Situation von extremer Armut und dem Mangel an Infrastruktur haben die Fransalianer erst einmal für eine grundlegende Bildung der Bevölkerung gesorgt, die einen erschreckenden Anteil an Analphabeten hat. Die Fransalianer-Missionen in Doba und Bero im Tschad leiten vier der diözesanen Schulen, indem sie das Management, das Personal und eine ganzheitliche Erziehung der Kinder anbieten. Die Beromission führt auch ein Jungeninternat und bemüht sich, Begabungen und Disziplin unter den Ärmsten zu fördern. Erst kürzlich wurden die erzieherischen Unternehmungen in Bero um einen Kindergarten ergänzt. Unseren aufrichtigen Dank allen Freunden und Wohltätern, die Hand in Hand mit uns dieses Projekt erfolgreich auf die Beine gestellt haben!

Fransalianer-Mission in Buea in Südwestkamerun
In den vergangenen vier Jahren haben die Fransalianer die Studentengemeinde an der Universität Buea betreut. Buea ist die Hauptstadt der englischsprachigen Südwestregion von Kamerun. Kürzlich hat die Mission von Buea ein Grundstück erworben, um dort einmal verschiedene Bildungs- und Entwicklungsprojekte initiieren zu können.
Liebe Freunde,
die Tschad-Kamerun-Mission ist bereit für einen Anstieg ihres Wachstums. Sie ist wirklich eine durch und durch lebendige Mission. Wir danken Gott und allen Freunden und Wohltätern dafür, dass sie die Mission zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Zusammen mit den Einheimischen danken wir euch, und gemeinsam beten wir auch für euch in allen euren Anliegen. Gott segne euch.
Mit herzlichen Grüßen,
P. Manoj Xavier Arackal, MSFS