Meine lieben Mitbrüder, liebe Freunde der Fransalianer,
bewegt von dem Gefühl der Einheit und der brüderlichen Zusammengehörigkeit wünschen wir, die Fransalianer im Tschad und in Kamerun, Euch allen die Freude und den Segen dieser heiligen Zeit! Möge der auferstandene Jesus fortfahren, uns alle mit Seinem Heiligen Geist zu unterstützen, auf dass wir Zeugnis ablegen für Ihn bis ans Ende der Welt. Möge der Missionsauftrag, den wir von unserem auferstandenen Herrn erhalten haben, uns weiterhin dazu inspirieren, unablässig an der Seite der Armen und der Benachteiligten zu stehen.
Die letzten paar Monate waren eine Zeit großer Freude und Hoffnung für diese Mission. Das Missionspersonal ist auf 12 gestiegen. Wir sind jetzt 10 Priester und 2 Scholastiker. Die neue BERO-Mission im Tschad wurde am 2. Februar 2003 feierlich eröffnet. Die drei Fransalianischen Gemeinschaften in Yaounde, Ngaoundere und Bero sind mittlerweile sehr engagiert dabei, ihren umfassenden missionarischen Auftrag zu erfüllen. Wir freuen uns auch schon sehr darauf, eine weitere Gruppe von Mitbrüdern aus Indien hier willkommen zu heißen: Pater Johny Cheruvil, die Scholastiker T. Paul Raj und Scaria Kannezhathu werden gegen Ende September 2003 in Yaounde erwartet.
Im März wurden wir durch zwei wichtige Besuche gesegnet: dem Besuch von Pater Jose Parappillil, unserem Provinzial, und dem Besuch von Pater Emile Mayoraz, dem Generaldefinitor. Ihre Anwesenheit auf der Missionsstation vom 14.-30. März 2003 hat uns bereichert und ermutigt, und hat unserer Begeisterung und unserem Vertrauen in diese vorgeschobene Missionsstation neue Nahrung gegeben.
Der afrikanische Kontinent wird oft als der «vergessene Kontinent» beschrieben. In den letzten Monaten wurde Afrika durch den Irak-Krieg und die SARS Epidemie in Südostasien, die die Aufmerksamkeit der Weltpresse für sich in Anspruch nahmen, noch weiter in den Hintergrund der Aufmerksamkeit gedrängt. Obwohl die Jagd nach Afrikas Bodenschätzen durch die Weltmächte uneingeschränkt weitergeht, nimmt man hin, dass Zehntausende Afrikaner jeden Tag an Hunger und Krankheiten sterben. Der Teufelskreis, bestehend aus Kriegen und Konflikten, Armut und Krankheit, Unwissenheit und Korruption, hat diesen Kontinent auf einen konstanten Krisenherd reduziert.
Möge Jesus wieder und wieder in unseren Leben auferstehen, so dass wir immer seine kraftgebende Gegenwart erfahren: «Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt». Mt. 28.20
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Mit herzlichen Grüßen,
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Das Missionsgelände von Bero
Die BERO Mission umfasst etwa 1500 Katholiken und über 500 Katechumenen, die über 28 Dörfer verteilt leben. Die neue Gemeinde gehört mit zur Verwaltungseinheit des Kanton Bero, der selbst ca. 15000 Einwohner umfasst. Die neue Mission steckt voller Herausforderungen. Da das neue Zentrum in der Vergangenheit keinen Priester oder andere Glaubensbotschafter hatte, müssen die Mitbrüder jetzt überaus engagiert an der Glaubensvermittlung in der neuen Gemeinschaft arbeiten. Die Mission bräuchte sehr viel mehr Infrastruktur. Es gibt noch keine Kirchengebäude – die Sonntagsmesse wird unter einem Mangobaum gefeiert!
Am 2. Februar 2003 eröffnete Bischof Michel Russo aus Doba offiziell die BERO-Misson und segnete das neugebaute Pfarrhaus. An diesem Tag wurde die BERO-Mission, die bislang ein Teil der Gemeinde vom Kômé war, eine eigenständige, neue Gemeinde. Bischof Russo vertraute die neugegründete Gemeinde den Missionaren des Hl. Franz von Sales an. Er stellte die Gemeinde unter den Schutz der erst vor kurzen heiliggesprochenen afrikanischen Heiligen Josephine Bakhita.
Das neue Missionsteam, bestehend aus Pater Jose Puthiaparambil, Pater Regi Narikunnel und Pater Saji Vadakkedathu, kam schon am 23.9.2002 in Doba an. Die drei Mitbrüder konnten allerdings erst am 29.1.2003 in das neue Missionsgebäude einziehen.
NGAOUNDERE, Nordkamerun
Seit Oktober 2002 ist unsere neue Gemeinschaft in Ngaoundere (Nordkamerun) sehr aktiv in der Gemeindearbeit beteiligt. Nachdem sie die nötigen pastoralen Erfahrungen und auch die notwendigen Sprachkenntnisse erworben hatten, sind die Mitbrüder in Ngaoundere ganz erpicht darauf, Neuland zu erschließen. Monsignor Joseph Djida, der Bischof von Ngaoundere, hat unsere neue Gemeinschaft gebeten, ab Oktober 2003 auch die neuen pastoralen Aufgaben zu übernehmen, die die große Gemeinde, die zum Umfeld der Universität Ngaoundere gehört, mit sich bringt. Zudem möchte der Bischof, dass die Fransalianer den Seelsorgedienst an der Universität (9000 Studierende) übernehmen.
Die Fransalianische Gemeinschaft im Maison Pierre Mermier wird weiterhin als Durchgangsstation für junge Missionare dienen, die aus Indien kommen. Die Neuankömmlinge werden so nach und nach mit der afrikanischen Kultur vertraut gemacht.
Pater Joshy Nellimalamattam und Pater Martin Richard sind wieder in die Gemeinschaft zurückgekehrt. Nach einer bereichernden Missionserfahrung - drei Monate in Ngaoundere und Bero - bereiten sie sich jetzt auf einen weiteren schwierige Einsatz vor.
