
Liebe Freunde der Fransalianer!
Grüße und gute Wünsche für fröhliche Weihnachten und ein strahlendes Neues Jahr! Wieder einmal habe ich die Freude, euch unsere Tschad-Kamerun Mission durch diese Weihnachtsausgabe von Frontmission zu präsentieren. Trotz vieler Schwierigkeiten und Herausforderungen, die wir täglich zu bestehen haben, freue ich mich, euch darüber informieren zu können, dass die Arbeit in allen unseren Zentren nach Plan weitergeführt wird. Wir danken dem allmächtigen Gott für seine liebevolle Sorge und seinen Schutz. Wir danken Gott auch für die vielen Freunde und Wohltäter, welche uns mit ihrem Gebet und mit finanziellen Mitteln unterstützen.
Als Jesus in diese Welt kam, suchte er sich nicht leichte und bequeme Wege aus, den Willen des Vaters zu verkünden. Er lief vor Schwierigkeiten und den harten Tatsachen des Lebens nicht davon. Indem er das Kreuz auf Kalvaria hinauf trug, zeigte er der Welt, wie wichtig es ist, Gottes Willen ohne Kompromisse zu gehen. Er kam mit einer Sendung und er erfüllte sie vollkommen. Auch seine Jünger, die seine Sendung in die Welt fortsetzten, hatten keine leichte Zeit. Mutig sogar bis in den Tod zogen sie dahin. Die Sendung des Herrn war ihnen wichtiger als das eigene Leben.
Die Missionare des hl. Franz von Sales, die im Jahre 1838 von Frankreich nach Indien gingen, waren wagemutige Männer. Sie arbeiteten hart in einem Land, das ihnen unbekannt war, sie brachten einer großen Anzahl von Menschen in Zentralindien Glauben und Hoffnung. Heute sind wir, die Missionare des hl. Franz Sales aus Indien, aufgerufen, dieselbe Mission auf dem afrikanischen Kontinent weiter zu führen. Die Herausforderungen sind ähnlich. Die Mission hat schon den Verlust eines jungen und dynamischen Priesters erlitten. Wir gedachten unseres lieben P. Georgekutty am 29. September, dem ersten Jahrestag seines tragischen Todes an der Küste von Kamerun. Trotzdem haben wir im letzten Jahr viel Segen empfangen. Zwei weitere Priester haben sich uns angeschlossen. Drei von unseren Studenten wurden zu Diakonen geweiht. So wächst die Mission weiter.
Da wir bald Weihnachten feiern, das fröhliche Fest der Liebe Gottes zu jedem von uns, möchte ich euch allen gute, gesegnete Feiertage wünschen. Mögen die Freude und die Segnungen dieser heiligen Zeit das ganze Jahr 2011 über bei euch sein. Ich danke jedem einzelnen von euch für sein Gebet und seine finanzielle Unterstützung. Ein besonderes Wort des Dankes und der Wertschätzung richte ich an unsere Freunde im Kahlgrund, die unserer Mission eng verbunden sind. Möge Gott eure Liebe und Großzügigkeit belohnen!
Nochmals viele Grüße und gute Wünsche!

|
Pater Joshy Nellimalamattam, MSFS
Superior der Tschad-Kamerun-Mission
B.P. 185 (c. 394 )
Yaoundé, Cameroun
Tel. 00237 99 03 96 90
e-mail:
|
![]() |
Weitere Fransalianer aus Indien sind im Tschad und in Kamerun angekommen
1999 kam die erste kleine Gruppe von drei Fransalianern im Tschad an. Ein Jahr später, im November 2000, kam P. Thomas Cherukat in Kamerun an. Jahr für Jahr wuchs die Mission, als in den folgenden Jahren neue Gruppen von Fransalianern in diese Mission geschickt wurden. Die Mission brauchte aber dringend einen Missionar mit größerer Erfahrung, als P. Cherukat 2008 nach Rom umziehen musste, weil er zum stellvertretenden Generaloberen der Kongregation gewählt wurde. Seit damals haben wir nicht aufgehört, einen erfahrenen Priester zu suchen, der P. Thomas ersetzen könnte. Schließlich wurde die Mission mit einem erfahrenen Priester gesegnet, als P. Mathew Kavithazha kam, um sich der Mission anzuschließen. Er war schon 10 Jahre lang ein Pionier als Missionar auf den Philippinen, wo er dazu beigetragen hatte, eine stets blühende Mission zu begründen. P. Bipin Kishore Xess, ein anderer junger Priester aus Indien, hat sich kürzlich ebenfalls der Mission angeschlossen. Wir danken Gott für das Geschenk von zwei Missionaren für unsere Mission und wünschen ihnen einen frohen priesterlichen Einsatz im Dienst für Gott und sein Volk. Zwei weitere Studenten aus Indien sind schon für die Mission vorgesehen. Sie werden vermutlich im Januar 2011 hier ankommen. Die gesamte Mission freut sich sehr über die Neuankömmlinge und wünscht ihnen viel Kraft und Mut, um sich all den Herausforderungen stellen zu können, die hier auf sie warten.
Zuwachs an einheimischen Fransalianern in Kamerun
Bereits von Anfang an haben die Fransalianer im Tschad und in Kamerun Anstrengungen unternommen, einheimische Berufungen zum Priestertum und zu einem Ordensleben zu fördern. Diakon Emile Amougou aus Yaoundé ist der allererste Fransalianer aus Kamerun. 2011 wird er zum Priester geweiht werden. Dazu kommen zwei weitere junge Männer aus Kamerun, die gerade ihr Theologiestudium in La Feuilette in Ngoya absolvieren, sowie zwei weitere, die Philosophie in Ngoya studieren und noch 4 Kandidaten aus Kamerun, die gerade das Vorbereitungsprogramm zum Noviziat in Ngaoundere durchlaufen. Die Mission ist also gut aufgestellt für ein kontinuierliches Wachstum einheimischer Berufungen.
Herr Isidore Alarane aus Bero erhält das Pflegediplom

Herrn Isidore Alarane (27) wurde das Diplom in allgemeiner Pflege von der katholischen Universität in Yaoundé überreicht. Isidore stammt aus einem entlegenen Dorf in der Bero Mission. Er wurde auf Initiative unserer Mission in Bero nach Yaoundé zu einer Ausbildung in Allgemeiner Pflege geschickt. Seine dreijährige Ausbildung wurde von Herrn Dr. Claus Schubert aus Gelnhausen durch den „Verein zur Förderung der Völkerverständigung und Kulturaustausch e.V. Gelnhausen“ finanziert. Herzlichen Glückwunsch an Isidore zum erfolgreichen Abschluss seiner Studien. Er wird bald nach Bero zurückkommen und in der Mission die verschiedenen Programme zur Gesundheitsförderung kräftig unterstützen. Wir wünschen ihm alles Gute! Wir danken Herrn Dr. Claus Schubert für das großzügige Stipendium, das er Isidore angeboten hat.
Neue Projekte in Ekoumdoum
Eine Grundschule
Aus Ekoumdoum in Yaoundé gibt es gute Nachrichten. Das Projekt einer Schule der Fransalianer in Ekoumdoum macht Fortschritte. Es hat lange gedauert, bis wir die notwendigen Gelder für ein Stück Land hatten. Schließlich waren wir in der Lage, 3500 qm Land zu erwerben. 1000 qm davon sind das Geschenk eines Pfarrangehörigen. Wir planen, auf dem neu erworbenen Land so bald wie möglich eine Grundschule zu errichten. Das Vorhaben, ein weiteres Stück Land im 10 km entfernten Afanoya zu erwerben, verfolgen wir weiter, weil wir im Laufe der Zeit eine Realschule errichten wollen.
Eine Pfarrkirche


Die Pfarrei von Ekoumdoum hat weder eine Kirche noch ein Pfarrhaus. Die Fransalianer begannen mit ihrer Arbeit in Ekoumdoum im Jahre 2005. Seitdem wird die tägliche hl. Messe in einem Behelfsschuppen auf einem gemieteten Anwesen gefeiert. Die Priester wohnen in einem nahegelegenen Mietshaus. Ein Pfarrangehöriger hat ein Stück Land von ungefähr 4000 qm gestiftet, auf dem eine Kirche gebaut werden soll. Am 18. Dezember 2009 wurde vom Erzbischof von Yaoundé der Grundstein gelegt. Die Pfarrangehörigen haben schon so viel Geld aufgetrieben, dass wir eine Unterkirche im Kellergeschoss bauen konnten. Dieser Raum wird bereits für den Religionsunterricht und verschiedene Veranstaltungen der Pfarrei genutzt. Die Arbeit am Kirchenbau geht voran, aber wir brauchen noch mehr Mittel, um das ganze Projekt vervollständigen zu können.
Nachrichten aus dem Tschad
Bero Mission
Unsere Bero Mission hat in den letzten drei Jahren eine kräftige Entwicklung erlebt. Die neu eröffnete S. F. S. Grundschule und das Internat für Jungen sind wahrlich ein großer Segen für die Mission. Ungefähr 200 Kinder besuchen unsere Schule einschließlich der 33 Internatsschüler. Die Nachfrage ist groß. Wir sind auf der Suche nach Ordensschwestern, um bald eine Apotheke und ein Mädcheninternat errichten zu können.
Doba Mission
Die Doba Mission ist das Zentrum einer lebhaften Entwicklung geworden. Die Grundschule, die von der Mission betrieben wird, ist vermutlich die beste Schule in der ganzen Diözese. Doba ist eine wachsende Stadt aufgrund der Erdölförderung in der Gegend. Die Bevölkerung hat beachtlich zugenommen. Dementsprechend haben auch die Herausforderungen der Mission zugenommen.


Grüße von P. Thomas Cherukat
Liebe Freunde der Fransalianer!
Grüße und gute Wünsche an jeden von euch! Ich schreibe diese Zeilen aus Indien. Während der letzten zwei Monate bin ich kreuz und quer durch dieses riesige Land gefahren und habe 80 Missionszentren sowie 23 Schulen besucht. Ich hatte persönliche Gespräche mit etwa 200 Priestern, die hauptsächlich in sehr entlegenen Landstrichen arbeiten. Darüber hinaus nahm ich an sehr vielen Treffen teil, die von großer Bedeutung für die Missionen in Indien waren. Indien erlebt gerade einen großen wirtschaftlichen Boom, aber es gibt immer noch und überall viel Armut. Die Fransalianer haben 6 Provinzen in Indien mit ungefähr 800 Priestern, die über ganz Indien verteilt in vielen Missionsstationen und Sozialstationen arbeiten, darunter auch in mehr als 120 Schulen. Die meisten unserer Missionare sind sehr jung und es gibt überall viel Begeisterung und Dynamik.
Von Indien aus gingen die Fransalianer vor ca. 20 Jahren nach Afrika. Zurzeit arbeiten mehr als 150 Fransalianer in 8 Ländern Afrikas. Unsere Tschad-Kamerun-Mission ist eine der jüngsten Missionen. Ich bin glücklich und zutiefst dankbar für eure nicht nachlassende Unterstützung, die Missionen in Afrika betreffend. Wir danken Gott für euch und für unsere vielen jungen Missionare in Afrika. Wir danken Gott für die wachsende Zahl unserer jungen afrikanischen Fransalianer.
Ich hoffe, über Weihnachten und Neujahr wieder in Rom zu sein. Ich ergreife diese Gelegenheit, euch allen gesegnete, glückliche Weihnachten und ein strahlendes neues Jahr zu wünschen. Möge die Freude und der Friede dieses Weihnachtsfestes während des ganzen neuen Jahres mit euch sein. Ich verspreche euch, für euch zu beten. Ehrlich und von Herzen sende ich jedem von euch meine guten Wünsche. Bleibt gesund, und euren Familien möge es wohl ergehen. Mögen sich eure Hoffnungen und Erwartungen erfüllen. Gott segne euch.
Mit herzlichen Grüßen

|
Pater Dr. Thomas Cherukat, MSFS
Stellvertretender Generalsuperior
Via delle Testuggini 21
00143 Rom, Italien
Tel. +39 06 500 51 50
Mobil +39 32 91 61 20 20
Fax +39 06 99 70 69 57
e-mail:
|

